LeseLust 2010 - Eine Region liest!31. März – 11. April 2008 |
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Nora Gomringer- schreit, zischelt, flüstert, dehnt die Worte, feuert sie ab, wirbelt sie herum, singt und lotet dabei feine Nuancen von Klang und Sprache aus. Das Ergebnis wirkt erstaunlich leichtfüßig und frei heraus. Nora Gomringer richtet seit 2001 in Bamberg regelmäßig Slamsessions aus. 2004 kam sie als einzige Frau bei der National-Poetry-Slam-Meisterschaft in Stuttgart im Einzelwettbewerb ins Finale. Nicht umsonst schmücken schon einige bedeutende Preise die junge Autorin. Biss und Witz haben ihre Texte, die inzwischen auch schon mal in Schulbüchem abgedruckt werden. Veröffentlichungen: "Gedichte", Klimaforschung", "Sag doch mal was zur Nacht", "Silbentrennung". Auszeichnungen: Kulturpreis der Oberfrankenstiftung, Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium/Berlin und Ledig House/USA. Nikolaus Lenau Lyrikpreis, Bayerischer Kunstförderpreis für Literatur, Hattinger Förderpreis für junge Literatur. Biographie: Als Tochter des als Begründer der "konkreten Poesie" bekannten Autors Eugen Gomringer wuchs Nora Gomringer in Wurlitz bei Hof/Ofr. auf. Sie erwarb das High School Diploma in Lititz, Pennsylvenia, machte Abitur in Bamberg und studierte Anglistik sowie Genmanistik. Ab April 2010 ist sie zur Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg berufen. Mittwoch, 14. April 2010 20 Uhr |
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Veit Bronnenmeyerbekam den Agatha Christie Krimipreis 2009 nicht nur verliehen, weil er die Gattungsgesetze erfüllt, sondern wohl auch, weil er sie überschreitet. Er beobachtet genau, leuchtet auch die Hintergründe aus, und er hat das Talent, seine Figuren als unverwechselbare Originale zu präsentieren. Eine Tote liegt auf der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth. Der Streit um die polizeiliche Zuständigkeit stellt anfangs beinahe die Ermittlungen in den Schatten, doch bald wird klar, dass Alfred Albach und Renan Müller - Mordkommission Nümberg - nicht einfach nur den schwarzen Peter gezogen haben: Dieser Fall ist brisant! Das Opfer ist eine Geschäftsfrau aus der IT- Branche. Gehört der Täter zu einem Konkurrenzuntemehmen oder hat der Mord mit den Daten zu tun, die in den Computerprogrammen verarbeitet werden - Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Deutschland? Veröffentlichungen: "Russische Seelen", "Zerfall", "Der schwarze Kreis", "Stadtgrenze", "Eigenbemühungen" (Auswahl). Auszeichnungen: Agatha Christie Krimipreis. Biographie: Veit Bronnenmeyer, geb. 73 in Kulmbach, Studium in Bamberg, Projektmanager im Schulreferat der Stadt Fürth. Er ist Mitglied des "Syndikats", der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Er schreibt regelmäßig für die Fürther Freiheit, die Feuilleton-Reihe der Fürther Nachrichten. Freitag, 16. April 2010 20 Uhr |
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Fritz KlinglerSeine Gedichte sind Intensiv, aber in der Form nicht erdenschwer, von lyrisch gebundener Rede ohne ständige Reimfesseln, sie wecken Assoziationen vom Nahen ins Feme, vom Jetzt bis in das Nachspüren des Lebens der Vorfahren.In seinen Gedichten drückt sich Fritz Klingler pointiert aus: Einerseits der tief und emst empfindende Naturlyriker, der sich immer wieder der Wurzeln des Menschseins im Sinne des Kreatürlichen entsinnt, vor dem Hintergrund philosophisch-religiöser Fragestellungen. Andererseits der am Puls des technischen Zeitaltalters lebende, sozialkritisch, hochpolitisch, dabei parteilos denkende und dichtende Autor. Veröffentlichungen: ,An neuen Ufern geboren", "Die Unruhe des Herzens", "Wenn die Wolken stolpern", "Der globale Schwung", "Einen Anker in die Stunde werfen". Biographie: Fritz Klingler, geb. 58, Familienvater zweier Kinder, ist Dichter und Landwirt in Insingen. Beides jeweils mit Leib und Seele, ein Mensch, bei dem herzliches Lachen und tiefer Ernst sehr nahe beieinander liegen. Sonntag, 18. April, 17 Uhr |
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Michael Zeller͈"Das Buch "Der Falschspieler" ist mehr als eine witzige und spannende Satire auf den Literaturbetrieb. Mit seiner meisterhaften Rollenprosa erweist es sich als kleine Geistes- und Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik. Kaum zu glauben, dass dieser nicht bloß ironische, sondern oft anrührende Slalom durch die vergänglichen Stilmoden der letzten Jahrzehnte das Werk einer Debütantin sein soll." Es geht nicht nur im Roman um ein Täuschungsmanöver im Literaturbetrieb, es wurde selbst unter dem Pseudonym einer jungen Autorin als Debüt viel beachtet und euphorisch gelobt. In Wahrheit schrieb den Roman Michael Zeller, ein "alter Hase" sowohl als Schriftsteller, als auch als Kenner des Literaturbetriebes. Auszeichnungen: Atelierhaus Stipendium Worpswede, Writer in residence an der New York University, Poetikdozentur an der Uni Mainz, Kulturpreis Schlesien, Literaturpreis der mittelfränkischen Wirtschaft, von der Heydt Kunstpreis (Auswahl). Biographie: Michael Zeller, geb. 44 in Breslau, studierte Literatur, Philosophie und klassische Archäologie in Marburg und Bonn. Er promovierte über Thomas Mann und habilitierte sich über zeitgenössische deutsche Lyrik. Er lebte und arbeitete 23 Jahre in Nürnberg und lehrte als Dozent an der Universität Erlangen. |
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Thomas Kraftbeschreibt Leben und Werk Jakob Wassermanns und bezieht dabei den Zeitkontext, die politische, aber auch die literarischen Umbrüche genauso mit ein wie prägende persönliche Aspekte, so zum Beispiel Wassermanns Wurzeln im Fränkischen, seine problematische Ehe und den allgegenwärtigen Antisemitismus. Biographie: Thomas Kraft, geb. 59 in Bamberg studierte Neuere Deutsche Literatur, Theaterwissenschaft und Philosophie in München. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bayerische Literaturgeschichte der Uni München (Prof. Dietz Rüdiger Moser). Er arbeitete als Lektor, Kritiker und als Programmleiter des Literaturhauses München. Lehrbeauftragter an den Universitäten München und Erlangen. |
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Veranstaltungshinweis: |
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