LESART 2011
15. Literatur Tage Ansbach vom 6. - 13. November 2011
Eine Veranstaltungsreihe der Stadt Ansbach in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Speckdrumm unterstützt von Fränkische Landeszeitung gemeinsam mit den Nürnberger Nachrichten. |
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Wolfgang Herles
Ein modernes Thema: Dirigentinnen, die eine am Pult, die andere im Kanzleramt. Wolfgang Herles kennt sowohl den Musik- als auch den Politikbetrieb und verstrickt seinen Protagonisten, einen abservierten Minister, in obsessive Beziehungen zu zwei Frauen, die nicht nur über ihn Macht ausüben. Er wird Opfer seiner Illusion, die Macht über die Musik sei das schöne Gegenbild zur kalten Macht der Kanzlerin, als beide Frauen sich gegen ihn verbünden.
"Die Dirigentin" ist der erste Roman von Wolfgang Herles. Wie üblich wird die Ähnlichkeit mit lebenden Personen mit dem Zufall begründet.
Wolfgang Herles wurde 1950 in Niederbayern geboren, wuchs in Lindau auf und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München.
Er war über 10 Jahre Redaktionsleiter und Moderator des Kulturmagazins "aspekte". Bis 1991 leitete er das ZDF-Studio in Bonn. Herles drehte zahlreiche große Porträtfilme, entwickelte u. a. die Sendung "Bonn direkt" (jetzt "Berlin direkt") und moderierte verschiedene Talk-Shows; darüber hinaus ist er Autor zahlreicher politischer Sachbücher.
Im September 2011 übernahm er die neue ZDF-Literatursendung "Das blaue Sofa".
Wolfgang Herles wurde mit mehreren Medienpreisen ausgezeichnet.
Sonntag 6. November 2011, Sonntagsmatinee 11 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3
Büchertisch: Buchhandlung Seyerlein
Moderation: Inge Rauh
Eintritt frei |

© Mathias Bothor
 
Die Dirigentin
S. Fischer Verlag 2011
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Frank Günther
Wer Frank Günther vor Jahren zur LesArt erlebt hat, fragt immer wieder nach ihm, so eindrucksvoll war seine Performance einer Übersetzerstunde. Seine langjährige Theaterarbeit kommt seiner "Lesung" zugute und hat ihn inspiriert, Shakespeare aus dem betulichen Korsett der Schlegel-Tieck Übersetzung zu befreien. Das Projekt, darüber sind sich Theater- und Literaturliebhaber einig mit den Anglistik-Professoren, ist eine kulturelle Großtat. "Nie wirkte William Shakespeare so frisch, so ursprünglich und zugleich so zeitgenössisch."
Wenn das Gesamtwerk im Jahr 2014 abgeschlossen sein wird, ist Günther der erste, der alle Werke Shakespeares ins Deutsche übersetzt hat. Frank Günther, geboren 1947 in Freiburg, studierte Anglistik, Germanistik und Theatergeschichte. Er war unter anderem in Bochum, Heidelberg, Bielefeld, Basel und Wiesbaden am Theater tätig. Er wurde mit allen renommierten Übersetzerpreisen ausgezeichnet, u. a. dem Christoph-Martin-Wieland-Preis für Übersetzer, der nach dem ersten deutschen Shakespeare Übersetzer Wieland benannt ist.
Günther lebt im oberschwäbischen Rot an der Rot in der Nähe von Wielands Heimatstadt Biberach.
Montag 7. November 2011, 20 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3
Büchertisch: Buchhandlung Schreiber |
© privat

34 Shakespeare-Übersetzungen
ars vivendi seit 1995
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Verleihung des August Graf von Plat en Literaturpreises
Fritzgerald Kusz
Der diesjährige August Graf von Platen Literaturpreis wurde Fitzgerald Kusz zuerkannt. In der Begründung der Jury heißt es u. a.: "Der Mundartdichter Kusz hat sich längst als moderner Klassiker der fränkischen Literatur etabliert, seine unverwechselbare Stimme reicht aber auch weit über die Region hinaus und hat dank ihres weltoffenen Tons und universellen Humors nationale wie internationale Geltung erlangt."
Der vielfach preisgekrönte Kusz wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine "Witwendramen" werden zurzeit in New York am Broadway gespielt. In Ansbach wird er für seinen Sammelband "Der Vollmond über Nemberch" ausgezeichnet.
Der Förderpreis zum August Graf von Platen Literaturpreis geht an Christian Schloyer, dazu die Jury: "Schloyer schlägt in der Gegenwartslyrik einen ganz eigenen unverwechselbaren Ton an, der den Wörtern neue Bedeutungsund Assoziationsräume öffnet. Von Nürnberg aus agierend ist es dem Autor gelungen, zu einer bundesweit geschätzten Stimme der jungen Lyrik zu werden. Gegen zahlreiche Mitbewerber setzte er sich sowohl beim 12. Open Mike-Wettbewerb 2004 als auch beim Leonce-und-Lena-Preis 2007 durch. Den Förderpreis bekommt er für seinen Lyrikband: "spiel-ur-meere".
Dienstag 8.11.2011, 20 UhrRaiffeisen Volksbank Promenade
Büchertisch: Buchh. Rupprecht Laudationes: H. Haberkamm, D. Kruse |

© Karoline Glasow

Der Vollmond über Nemberch ars vivendi "spiel-ur-meere" kookbooks
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Johano Strasser
"Es geht etwas zu Ende. Und dann? Was kommt dann? Dann kommt das Leben, das richtige Leben. Das, wofür man selbst verantwortlich ist, auch wenn man gar keinen großen Anteil daran hat, dass es so ist." Berührend und sprachgewaltig entwirft Johano Strasser in seinem Gegenwartsroman "Die schönste Zeit des Lebens" ein Stimmungsbild der Jugend von heute. Nie ist es so schwierig, den eigenen Weg zu gehen, wie an der Schwelle zum Erwachsenwerden. In seinem poetischen Porträt erzählt Strasser von den Zukunftssorgen und Ängsten des jugendlichen Protagonisten Robert und lotet mit sprachlicher Leichtigkeit die Untiefen zwischenmenschlicher Beziehungen aus.
Johano Strasser, 1939 in Holland geboren, ist ein deutscher Politologe, Publizist und Schriftsteller. Ab 1995 war er Generalsekretär des deutschen PENClubs, seit 2002 ist er dessen Präsident. Er promovierte 1967 und habilitierte sich in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Bekannt wurde er als Vor- und Querdenker der Jungsozialisten, heute ist er Mitglied der Grundwertekommission der SPD. Johano Strasser © Marion Mutschler 9
Mittwoch 9.11.2011, 20 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3.
Büchertisch: Kaspar-Hauser-Buchladen
Moderation: Richard Illig |

© Marion Mutschler

Die schönste Zeit des Lebens Verlag LangenMüller 2011
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Adolf Muschg
Es ist nicht die Heizung, wenn es im Haus "zum Eisernen Zeit" im schweizerischen Münsterburg in den Wänden klopft. Die drei jungen Rechtsanwälte, die als "Trockenwohner" in die nicht geheuere Dachwohnung ziehen, scheinen die Wiedergänger eher anzuziehen, als sie zu vertreiben. Das beginnt mit dem Freiherrn von Sax und seiner tödlichen Schädelwunde – sie ist bis heute an der erhaltenen Mumie zu besichtigen – aber mit ihm endet es nicht. Mit Figuren wie von Fellini und einer labyrinthischen Architektur bereitet uns "Sax", der neue Roman von Adolf Muschg, ein spannendes, hoch erotisches und visionäres Leseerlebnis: eine literarische Geisterbeschwörung.
Adolf Muschg, 1934 geboren, studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich, promovierte über Ernst Barlach und lehrte lange als Hochschuldozent. Er war Präsident der Akademie der Künste in Berlin und Hamburg.
Ausgezeichnet wurde Adolf Muschg mit dem deutschen Verdienstorden, dem Grimmelshausen-Preis und dem Georg-Büchner-Preis (Auswahl).
Über dreißig Bücher hat Adolf Muschg publiziert, darunter so bekannte Titel wie: "Rumpelstilz", "Albissers Grund", "Der rote Ritter" und "Wenn Auschwitz in der Schweiz liegt."
Donnerstag 10.11.2011, 20 Uhr, Reitbahn 5
Büchertisch: Bücher Pustet
Moderation: Martina Herda |

© Atsuko Muschg

Sax
C. H. Beck Verlag 2010
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Rafael Seligmann
"Deutschland wird dir gefallen". Mit diesen Worten versucht der Vater seinem zehnjährigen Sohn die Angst vor dem Umzug aus Israel nach Deutschland zu nehmen, das die Mutter als "Naziland" beschimpft. In München kann Rafael seine deutsche Muttersprache zunächst weder lesen noch schreiben. Doch er kommt nicht auf die Idee, zu resignieren oder sein Judentum zu verbergen. Nach einer Handwerkslehre erkennt er im Studium zunehmend seine Bindung an die deutsche Sprache und Kultur. Er studiert Politikwissenschaft und Geschichte in München und Tel Aviv und promoviert 1982 über "Israels Sicherheitspolitik".
Voller Ironie verfasst er die ersten deutsch-jüdischen Gegenwartsromane. Er gewinnt als Autor und Chronist eminente Bedeutung und Glaubwürdigkeit, weil er sich konsequent allen Vereinnahmungsversuchen verweigert.
Rafael Seligmann erwarb sich einen einzigartigen Ruf als Publizist, Romancier und unabhängiger Kommentator. Er schreibt in seinen Romanen und Sachbüchern so provokant und schonungslos wie wenig andere über das deutsch-jüdische Verhältnis.
Freitag 11.11.2011, 20 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3
Stadtbücherei Karlsplatz 11
Büchertisch: Buchh. Rupprecht
Moderation: Alexander Biernoth |

© Reno Engel

Deutschland wird dir gefallen
Aufbau Verlag
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Fränkisches Lesefest
Die Speckdrumm Autorengruppe zählt inzwischen schon siebzehn engagierte Teilnehmer, die sich regelmäßig treffen, um sich über ihre Arbeit sowie deren optimale Vermarktung auzustauschen. Sechs der Mitglieder veröffentlichen ihre Bücher beim Projekte Verlag in Halle. 2009 erarbeitete sich die Gruppe in einem Workshop des Kulturvereins Speckdrumm neue Erkenntnisse über literarische Sprache. Dozent war Arwed Vogel aus München, der 2010 mit der Gruppe zum Thema: "Erzählformen" arbeitete und 2011 zum gefürchteten "ersten Satz".
Zweimal jährlich stellt sich die Autorengruppe einer breiten Öffentlichkeit vor. Bei einem Sommerfest mit Texten aus ihrer aktuellen Arbeit und beim Fränkischen LeseFest, das fester Bestandteil der LesArt ist. Solche Lesungen sollen auch interessierte Zuhörer ermutigen, sich der Gruppe anzuschließen. Dieses Jahr wird das Motto "Freiheit", bearbeitet und man darf gespannt sein, auf welch fantasievolle Weise diese Aufgabe interpretiert wird.
Wie gewohnt wird die beliebte Lesung bei Kerzenlicht von Musik begleitet.
Dieses Jahr vom Chor "Freudensprung" unter Leitung von Ulrike Bellemann.
Samstag 12.11.2011, 20 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3
Büchertisch: Speckdrumm Autorengruppe
Mod.: Angela Baumann
Eintritt frei
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August Graf von Platen und Thomas Mann
Prof. Dr. Gunnar Och - Christof Grube
Im 175sten Todesjahr von August Graf von Platen bot der Kulturverein Speckdrumm 2010 einen Vortrag von Professor Doktor Gunnar Och aus Erlangen im Kunsthaus Reitbahn 3 an. Ergänzt wurde der wissenschaftliche Vortrag von Christoph Grube, der Platentexte im Original rezitierte. Das Publikum reagierte mit so großem Interesse auf die Möglichkeit, Platen besser kennen zu lernen, dass der Kulturverein Speckdrumm im Jahr 2011 pro Quartal je einen Vortrag mit Rezitation anbot. Alle Veranstaltungen waren gut besucht und beschäftigten sich mit Platens Beziehungen zu Goethe, Heinrich Heine und Theodor Fontane. Zum Abschluss der LesArt haben Professor Gunnar Och und Christoph Grube die Verleihung der Platenplakette an Thomas Mann recherchiert, mit der er im Jahre 1930 in Ansbach ausgezeichnet wurde. Auszüge aus der Dankesrede, die Thomas Mann in Ansbach hielt, werden zu hören sein. Im zweiten Teil der Veranstaltung werden sich die Autoren mit dem Einfluss Platens auf die spätere Literatur beschäftigen.
Sonntag 13.11.2011, 11 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3 |

© Seitz

© Florian Meister/Claudia Doenitz
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Felix Huby
Zum 16ten Mal schickt Felix Huby den von ihm geschaffenen schwäbischen Kommissar Bienzle im Buch "Adieu Bienzle" auf Verbrecherjagd. Auch Kommissar Palu und Jan Cassdorf sind seine Schöpfungen. Wer achtet schon darauf, von wem Tatortfolgen und Fernsehserien geschrieben wurden, obwohl gerade das Fernsehen den größten Bedarf an guten Autoren hat.
"Oh Gott, Herr Pfarrer", "Abenteuer Airport", "Zwei Brüder", "Ein Bayer auf Rügen", 30 Tatortfolgen und die 16te bis 22igste Staffel des Großstadtreviers stammen alle aus der Feder von Felix Huby. Er schreibt aber auch Kinder- und Jugendbücher und Theaterstücke.
Der vielseitige und äußerst produktive Autor war Chefredakteur der Warentestzeitschrift DM und der Zeitschrift X-Magazin, für den Spiegel arbeitete er als Korrespondent für Baden-Württemberg.
Huby ist Träger des Robert-Geisendörfer-Preises, des Berliner Krimipreises und des Ehren-Glauser der Criminale. 2007 erhielt er die Goldene Romy als bester Drehbuchautor. Er lebt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.
Sonntag 13.11.2011, 20 Uhr, Kunsthaus Reitbahn 3
Stadtbücherei Karlsplatz 11
Büchertisch: Bücher Pustet
Moderation: Thorsten Siebenhaar |

© Rainer Griese

Adieu Bienzle
S. Fischer Verlag 2011
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Preise :
Eintritt: € 7,50 / € 6,– (ermäßigt) Schüler: € 5 , –
Organisation:
Kulturverein SPECKDRUMM,
Angela Baumann Tel.: 09824/8922
Kontakt
Information, Programm und Kartenvorverkauf:
Stadt Ansbach Amt für Kultur und Touristik
Stadthaus
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
Tel. 0981 – 51 243
91522 Ansbach
Fax 0981 – 51 365
E-Mail: akut(at)ansbach.de
Internet: www.ansbach.eu
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